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Gedanken zu: „Hoffnungschimmer zwischen Himmel und Erde in Palästina und Israel“

Gedanken zu:

Himmel und Erde sind Teile der Schöpfung in der wir leben.

So sind auch wir als Menschen und die Natur Teile dieser Schöpfung.

Mit dem Gartenprojekt „Artenvielfalt fördern – Schöpfung bewahren“ setzt sich eine Gemeinschaft von Menschen, die religionsübergreifend in winzigen Ausschnitten des Lebens dafür ein, dass eine Vielfalt in der Biodiversität erhalten bleibt. Und damit auch unsere Lebensgrundlagen.

Ein Stück Himmel gibt es überall. Es ist eine von vielen Möglichkeiten einer grundsätzlichen optimistischen Grundeinstellung. Wenn wir Himmel verstehen als einen von Gott geschenkten Idealzustand des Lebens, Leben ohne Sorgen, ohne Krankheiten, ohne Kriege, ohne alles was Leben einengt, dann können wir jetzt schon auf die Suche nach Zeichen von Gottes Himmel gehen. Und wir werden fündig.

In diesem Sinne ist vielleicht die Aussage von Angelus Silesius, 1627 – 1677 zu deuten:

Halt an, wo läufst du hin, der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.

Hoffnungsschimmer zwischen Himmel und Erde sind überall, auch in Palästina und Israel zu finden.

Eine wichtige Voraussetzung für Himmelserfahrungen ist, dass Friede herrscht, denn:

Frieden ist kein Zufall. Er ist ein zarter Entwurf – mit Linien, die nicht spalten, sondern verbinden.

Er beginnt dort, wo Stimmen nicht lauter werden, sondern klarer.
Dort, wo Worte nicht verletzen, sondern Wege öffnen.
Wo Macht nicht als Schild getragen wird, sondern als Verantwortung, die Hände auszustrecken.

Frieden ist die Kunst, zwischen Grenzen Räume zu schaffen.

Räume, in denen Gespräche möglich sind, selbst wenn die Welt brennt.
Räume, in denen Würde kein verhandelbarer Wert ist.
Räume, die häufiger da sind, als ich sie wahrnehme.
Räume, in denen ich mehr als ich vermute ein Handelnder sein kann.

Manchmal ist Frieden ein Vertrag, manchmal ein Versprechen, manchmal ein stilles Nicken zwischen zwei Menschen, die beschlossen haben, nicht länger Feinde zu sein.

Frieden wächst dort, wo wir Mut zeigen und Hoffnung behalten.
Er ist ein Werk aus vielen Händen, fragil wie Glas, und doch stark genug, eine Welt zu tragen.                            

Und vielleicht beginnt Frieden dort, wo wir das Göttliche erkennen –
nicht irgendwo fern, sondern als leises Licht in uns selbst

und in dem anderen, selbst wenn wir seine Welt nicht verstehen.
Ein Licht, das uns daran erinnert, dass jedes Leben heilig ist, jede Stimme Bedeutung trägt, jedes Herz verletzlich ist.

Und vielleicht ist Frieden am Ende nichts anderes
als die Entscheidung,
dass Menschlichkeit die lauteste Sprache bleiben soll.

In unserem Projekt „Artenvielfalt fördern – Schöpfung bewahren“ setzen wir uns mit folgenden Zielen an einem Ort mitten im Zentrum von Rösrath“ dafür ein, dass für uns selbst und für Besucher ein Stück von himmlicher Erfahrung Wirklichkeit werden kann. Ziele:

Lebensgrundlagen schaffen für Wildbienen, Schmetterlinge, Insekten, Vögel und Kleinlebewesen, einen Zukunftsort, Mustergarten entwickeln, zum Lernen, Verstehen, zum Austausch von Wissen und zum Vermitteln und Weitergeben von biologischen Grundlagen für Artenvielfalt, Gemeinschaft leben und Spaß haben, bei dem was wir gemeinsam tun, Generationen vernetzen. Jung und Alt treffen und finden sich, um gemeinsam das Ziel „Artenvielfalt fördern – Schöpfung bewahren“ zu unterstützen,

Einen Beitrag für ein „blühendes“, „lebenswertes“ Rösrath leisten.

Auch Kunst und Geist sollen dabei ein Schlüssel sein, die Vielfalt der Natur zu entdecken und in ihr zu leben.

Text von Dietmar Hahn, Rösrath

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